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Wenn für ein Reiseland vom Auswärtigen Amt eine Unwetterwarnung ausgegeben wird, hat der Urlauber die Möglichkeit, die gebuchte Reise kostenlos zu stornieren. Das Oberlandesgericht München gab damit einer Urlauberin recht, die eine Reise nach Sri Lanka wegen einer Unwetterwarnung des Auswärtigen Amtes annullierte. Im vorliegenden Fall wurde eine Reise vom 26. Januar bis 11. Februar 2011 gebucht, die eine fünftägige Rundfahrt und anschließenden Badeaufenthalt beinhaltete. Das Auswärtige Amt wies am 14. Januar auf „dauerhafte starke Regenfälle“ hin, die Straßen unpassierbar gemacht und Ortschaften abgeschnitten hätten. Auf Rückfrage beim Reiseunternehmen wurde der Kundin erklärt, eine kostenlose Stornierung sei nicht möglich, da die Reise problemlos durchgeführt werden könne. Daraufhin setzte die Kundin eine Frist, sonst werde sie den Vertrag kündigen. Die Reise wurde am selben Tag mit 60 Prozent Stornokosten annulliert, der Strandurlaub hätte nach Meinung des Veranstalters gefahrlos angetreten werden können. Diese Behauptung konnte er aber nach Auffassung des Gerichts nicht begründen, die Urlauberin dürfe auf Hinweise des Auswärtigen Amtes sowie Berichte über zahlreiche Obdachlose und Tote im Überschwemmungsgebiet reagieren.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Donnerstag, 11. Oktober 2012 und wurde abgelegt unter "Reiserecht". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.